Çalışma Konsepti

Çalışma Konsepti

Konzeptpapier

MFb-

Muslimische Familienbildungsstätte

 


Stand Februar 2010

Inhaltsverzeichnis

 

Konzeptpapier
MFb-
Muslimische Familienbildungsstätte

Stand Februar 2010



Inhaltsverzeichnis


1. Ausgangssituation

Die Familien stehen im Mittelpunkt tiefgreifender und gesamtgesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Für den Wandel der Gesellschaft tragen 15 Millionen Menschen mit Migrantionshintergrund bei. Die Erziehungsstile und -ziele von Eltern sind je nach Milieau und nach sozialer, kultureller und ethnischer Prägung stark differenziert. Hinzu kommt, dass über 3,2 Millionen Muslime in Deutschland leben, dessen demographische Entwicklung tendenziell steigt. Dies zeigt, dass die muslimischen Familien zur Realität dieser Gesellschaft geworden sind. Eine nähere Betrachtung zeigt wie vielfältig und unterschiedlich sie in ihrer Lebensgestaltung sind. Zu diesen gehören insbesondere die Wohn-, und Freizeitkultur, Erziehung, Bildungssituation und die Ausübung der Religiösität.

Diese Vielfältigkeit sowie Unterschiedlichkeit stellt Herausforderungen an die Handlungsbereiche der Regeldienste dar. Studien besagen, dass bei Migranten in Präventionbereichen eine Unterpräsenz und in Interventionsbereichen (Heime) eine Überpräsenz zu beobachten ist. Dennoch bestehen nach wie vor starke Zugangsbarrieren zu Sozialen Diensten.

Gründe dafür sind:
• Die Informationsdefizite über die bestehenden komplexen Angebots-strukturen,
• deren Nutzen und Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme,
• das Fehlen muttersprachlicher Personal, bzw. geringe sprachliche und kulturelle Verständigungsmöglichkeiten,
• Mangel an Vertrauen in die Empathiefähigkeit der Mitarbeiter,
• oder sogar auch die Vorannahme von Vorurteilen gegenüber Migranten und das Fehlen an kultureller Akzeptanz,
• sowie kultereller Hemmungen (Stigmatisierung, Scham, Tabuisierung der Familieninterne).
Genauer betrachtet, ist fehlende Information und Vertrauen auf beiden Seiten ein entscheidendes Hindernis um die Zugangsbarrieren zu minimieren.

Die Heterogenität der Familien spiegeln sich in den Problematiken wider. Diese sind in den Bereichen Bildung, Erziehung und Partizipation deutlich festzustellen. Insbesondere werden Familien häufig mit innerfamiliären Problemen konfrontiert, welche sie ohne professionelle Hilfe nicht alleine bewältigen können.

Durch den zunehmenden Wandel der Gesellschaft gewinnt das Rollenverstädniss und die Rollenfindung auch in innerhalb der muslischen Familien fortwährend seine Aktualität.

Es gibt immer mehr muslimische Akademikerinnen, die für die Gesellschaft Verantwortung übernehmen wollen und diese bringen als Mulitiplikatoren die nötigen Ressourcen sowie fachliche und kulturelle Kompetenzen u.a. durch eigene Migrationserfahrungen mit.

2. Das Team
Die muslimische Familienbildungsstätte..... ist ein Verein, der überwiegend von Akademikern mit Migrationshintergrund gegründet worden ist. Für das Zusammenleben verschiedener Kulturen bauen wir Brücken, stiften Zusammenhang zwischen den Generationen und richten unsere Angebote insbesondere an Bevölkerungsgruppen, die mit Familienbildungsangeboten wenig vertraut sind. Schwerpunktmäßig lokalisieren wir uns auf muslimische Migrantenfamilien, wobei wir die Familien der Mehrheitsgesellschaft nicht außer Acht lassen und sie herzlich begrüßen.

3. Standort
Die Gründe für die Ortsbestimmung und die Möglichkeiten in diesem Standort werden nach der Ortbestimmung vom MFB beschrieben.
Damit soll das Familienbildungsstätte eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen und somit eine tatsächliche Verbesserung der Lebenswirklichkeit für Familien, Kinder und Jugendliche im Wohnbezirk........ möglich machen.

4. Zielsetzung
Die MFB hat sich zum Ziel gesetzt, die Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens zu stärken.
Wir richten unsere Angebote zur allgemeinen Förderung und Erziehung in der Familie. Dabei sollen insbesondere Erziehungsberechtigte unterstützt werden, ihre Erziehungsverantwortung besser wahrzunehmen. Es sollen mit den Familien Wege erarbeitet und vermittelt werden, um Konfliktsituationen innnerhalb der Familie gewaltfrei zu lösen. Bei unseren Leistungen berücksichtigen wir die besonderen Bedürfnisse und Interressen sowie die Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen. Junge Menschen sollen auf Partnerschaft, Ehe und Zusammenleben mit Kindern vorbereitet werden. Das Arbeiten mit Senioren und –oder generationsübergreifende Angebote ist ein bedeutender Bestandteil unserer Dienstleistungen.

5. Zielgruppen
• Familien mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
• Alleinerziehende
• Kinder und Jugendliche
• Werdende Mütter
• Senioren der Gastarbeitergeneration
• Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Generationen und Lebenssituationen
• Nachbarschaften


6. Unsere Angebote und Methoden

Zielgruppe Erwachsene & -Jugendliche

Angebot/Was

  • Persönlichkeitsentfaltung
    • Kommunikationstrainig 

Wie/Methode

  • Veranstaltung
    • Kurs, Seminar
      • Themenabende
        • Treff
          • Freizeitangebote
            • Kurs

Konkrete Beispiele

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Herausfindung der eigenen Ressourcen,
  • Fähigkeiten,
  • der eigenen Interessen- und Schwerpunktfindung in den verschiedenen Lebensbereichen. 
  • Literaturabend
  • Theaterkurs
  • Ebru
  • Bewegungsspiele

 

Zielgruppe Paare

Angebot/Was

  • Gestaltung der Paarbeziehung
    • Sexualität innerhalb der Paarbeziehung / Familienplanung
    • Vorbereitung auf die Ehe

Wie/Methode
1.

  • Beratung, spezifische Paarberatung in Konfliktsituationen
  • Workshop, Veranstaltungen 
  • Paarschule (WE-Kurs) 

2

  • Beratung
  • Veranstaltungsreihe

3.

  • Beratung, 
  • Workshop,
  • Veranstaltungsreihe

Konkrete Beispiele

  • Kommunikatonsübungen
    • Informationsreihe (z.B. in 8 Einheiten, wöchentliche Veranstaltung, Konflikte)'
    • Welche Modelle kenne ich, welche Erfahrungen und Erwartungen habe ich, Selbst-, und Fremdwahrnehmung, Selbstwirksamkeit Informationsreihe (z.B. in 10 Einheiten, wöchentliche Veranstaltung)

Zielgruppe Eltern & Familie

Angebot/Was
Themen:

  • Vorbereitung auf das Eltern sein
  • Gestaltung von Eltern-Kind Beziehung a)Mutter-Kind Beziehung b)Vater-Kind Beziehung
  • Elternschule 

Wie/Methode
1.

  • Kurs
  • Informationsveranstaltung

2.

  • Kurs
  • Informationsangebot
  • Freizeitsangebote
  • Treff-Angebote
  • Beratung Eltern-Kind-Café

Konkrete Beispiele
1. Geburtsvorbereitungskurs
2. Eltern-Kind Sprechstunde
3. Mutter-Kind Schwimmen & Vater-Kind Schwimmen
4.

  • Vorstellung von Erziehungsmodellen
  • Förderung der Erziehungskomptenenzen
  • Die Stellung der Eltern in den Entwicklungsstadien von Kindern/Jugendlichen
  • Vorstellung des deutschen Schulsystem
  • Medienkonsum
  • Stressbewältigungsmöglichkeiten in Familien
  • Konsequentes Handeln in Familie : Das Problem "Ja-Sagen - Nein-meinen
  • WE-Veranstaltungen
  • Rechte und Pflichten als Eltern/Erziehungsberechtigte

5."Rund ums Geld" Haushaltfianzierung; Taschengeldreglung

Zielgruppe Alleinerziehende

Angebot/Was

  • siehe Angebote für Eltern
  • Information über elterliches Sorgerecht
  • Unterstützung bei der Gestaltung von konfliktfreiem Umgang mit dem Ex-Partner/in
  • Alltagsbewältigung/Freizeitgestaltung

Wie/Methode

  • Beratung,Selbsthilfegruppen,
  • Vermittlung zu bestehenden Regeldienste (Jugendamt usw.)
  • Erarbeitung weiterer Möglichkeiten innerhalb der sozialen Infastruktur

Konkrete Beispiele

  • Adressen der jeweils zuständigen Regeldienste, Informationen über die Aufgabenbereiche dieser Dienste (Flyer, Broschüre)
  • Hilfe bei der Wohnungssuche

 

Zielgruppe Senioren 

Angebot/Was

  • Freizeitgestaltung
  • Hilfe bei der Alltagsbewältigung

 

Wie/Methode

  • Ausflüge
    • Kurse
      • Treffen
        • Unterstützung bei Behördengängen und Schriftverkehr auf Nachfrage

Konkrete Beispiele
Waldwanderung
Wassergymnastik,
Kochen mit den Enkelkindern
Hamambesuch

Gesundheitskurs:

  • Diabetes im Alter
  • Gesundes Frühstück
  • Teerunde
  • Besichtigung der Sehenswürdigkeiten (Marxloher Moschee)

 

7. Rahmenbedingungen

7.1 Gruppenstruktur
Die Kurse haben eine überschaubare Größe von max. 20 Teilnehmer/innen. Je nach Angebotsform und Räumlichkeit ändert sich die Gruppenstruktur.

7.2 Räumlichkeiten und Ausstattung
Die Räumlichkeiten entsprechen den Anforderungen der Teilnehmerzahl/unserer Dienstleistungsnehmer. Die räumliche und technische Ausstattung, sowie Lehr- und Moderationsmaterial gehören zum Inventar.
Ein Aufenthaltsraum, ein Raum für Kınderbetreuung sowie ein “Raum der Stille” sind seperat vorhanden.

7.3 Mitarbeiter/innen und ihre Qualifikationen
Die Mitarbeiter/innen arbeiten hauptamtlich, auf Honorarbasis mit vertraglicher Vereinbarung und ehrenamtlich. Sie haben dem Projektinhalt entsprechende anerkannte Qualifikationen. Eine kontinuierliche Weiterbildung und Fortbildung der Mitarbeiter/innen wird verpflichtend vorgesehen. Teamsitzungen zum kollegialen Austausch finden regelmäßig statt.
Ein hohes Maß an soziale und interkulturelle Kompetenz wird erwartet. Die MitarbeiterInnen sind überwiegend mehrsprachig.
Im Rahmen von Integrationsjob werden Verwaltungskraft, Hauswirtschaft-, Reinigungs- und Betreuungskräfte beschäftigt. Sie werden von entsprechenden Institutionen vermittelt und begleitet.
Für Schüler/innen und Studierenden wird die Möglichkeit angeboten, Praktika zu absolvieren. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir verschiedene Forschungsarbeiten.
7.4 Angebotsformen
Die Familienbildungsangebote sind fachspezifisch und interdisziplinär ausgerichtet. Zum einen informativ und präventiv und zum anderen praxisorientiert und zielgruppenorientiert.
Für jedes Projekt ist ein eigenes Sachkonzept und eine Planung zum Ablauf erstellt.

Angebotsformen sind:
• Kurse
• Seminare und Workshops
• Vorträge
• Tages und Abendveranstaltungen
• Projekte
• Sprechstunden für offene Beratung sowie Beratung nach Vereinbarung
• Kinderbetreuung

7.5 Qualitätssicherung der Arbeit

Evaluierung jedes Projektes durch Teilnehmer/innen und Leiter/innen
Die Teilnehmer bewerten die Qualität des Kursangebotes durch Evaluationsbogen.
Die Auswertung der Ergebnisse wird in die weitere Planung der Projekte aufgenommen.

8. Kooperationen

8.1 Bestehende Kooopertionen:
• RAA
• Moscheevereine
• Elternvereine
• Verbund der Immigrantenvereine
• Weißer Ring/Polizei
• Integrationsbeirat der Stadt Essen
• AWO der Stadt Essen
Die Kooperation soll im Hinblick auf die gemeinsame Durchführung der Angebote und Projekte, die Nutzung von Räumlichkeiten, sowie materielle Unterstützung stattfinden.

Die Mfb e.V. wird in verschiedenen Gremien und Netzwerken vertreten.

8.2 Angestrebte Kooperationspartner der Mfb e.V.:
• alle kommunalen Träger
• Bildungsinstitutionen
• Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
• Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen und Krankenhäuser


9. Öffentlichkeitsarbeit

Die aktuellen Angebote und Projekte werden durch Flyer, Pogrammheft und Presse veröffentlicht und bekannt gemacht. Netzwerke und öffentliche Veranstaltungen werden für die Vorstellung von Projekten genutzt. (Fundraising)


10. Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe dient für die Beratung und Überprüfung der Angebote. Sie geben Verbesserungsvorschläge.

11. Finanzierung

Für die erfolgreiche Umsetzung unserer Dienstleistungen sind grundsätzliche Anschaffungen und kontinuierliche Arbeitsleistungen notwendig.
MFB finanziert sich durch Teilnahmebeiträge, Mitgliedsbeiträge und Spenden. Anträge für Zuschüsse und Zuwendungen nach dem Weiterbildungsgesetz und Projektförderung des Landes, der Kommune sowie EU-Fon werden zusätzlich gestellt.
Als weitere finanzielle Stütze wird nach dem Fundraising Konzept gearbeitet.
Weiterhin hat MFB ein ausfürliches Finanzierungskonzept zur Verwirklichung ihrer Ziele.